Pogo The Gobbo


Größe: hundertfüffzich Zentimehta 150 cm

Gewicht:fümfzich Kihlo oda so was, weißich gah nich 51kg

Alter: keine Ahnunk nicht feststellbar

Geschlecht: Gobblin männlich

Gesinnung: Ich hab Hungäh! nach der Definition von Prof. Dr. psych. Gary Gygax chaotisch böse

Stable: Gah nich im Stall ich hab ne Matratzäh im Kella beire Heizunk kein Stable

Manager: Deä Bozz, abba deä mag mich gah nich meäh weilich hab seine Uäh geklaut kein Manager

Herkunft: Auz ne Friek Schoh  zurückverfolgt bis zu einer amerikanischen Freak Show

Entrance Theme: Bäd Muhn Reizink von Krihdenz Klihrwötah Riweiwel Bad moon Rising von Credence Clearwater Revival (ausgesetzt)

Charakter: Ich mag wrezzeln, um P.zeigt deutliche geistige Defizite. Erinnert vom Verhalten an ein kleines Kind, neigt zu irrationalen Gewalttätigkeiten, ist nicht in der Lage, seine Sprache über das niedrigste Nieveau hinaus zu entwickeln.  Spieltrieb und Nachäffungstrieb sind stark ausgeprägt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, daß P. offensichtlich aus eigenem Antrieb heraus die Grundlagen der Schrift aufgeschnappt hat! Möglicherweise liegen geistige Störungen vor, die ähnlich wie viele andere Fälle teilweise erstaunliche geistige Eigenschaften entwickeln, während andere völlig brachliegen (Fachidiotie). Eine genaue Untersuchung sowie eine allgemeine IQ-Messung steht noch aus. Käfigtrauma? P. hat viele tierische Gewohnheiten, die möglicherweise zurückzuführen sind auf den ausschließlichen Kontakt zu einem Schimpansen und einem Hund in der Kindheit. P. hat einen ausgeprägten Fluchtinstinkt, überdurchschnittlich gut entwickelte Sinne und zeigt das typische Freßverhalten von Sammlern und Jägern (Insulin-Typ b., siehe Studien über die Navajo, Hottentotten und andere rezente Naturvölker).
Bis jetzt ist es nicht gelungen, P. die einfachsten Grundbegriffe von Eigentum oder anderen sozialen Zusammenhängen beizubringen.

Aussehen: P. hat eine außergewöhnliche Physiognomie. Dr. Leuenroth (antropologisches Institut Berlin) erklärt, daß P. möglicherweise als Mutation des H. Sapiens einzustufen ist, sein Kollege Prof. Gack zeigt deutliche Unterschiede zu allen Formen des Homo auf und stuft ihn als Hominoiden oder Hominiden ein, also Vormensch bzw. Menschenartigen. (Gutachten sind beigefügt, siehe außerdem entsprechende Artikel in Antropology Letters, Hrsg. UCAS, 1999/5 und 1999/6).

Innere Merkmale, wie nach Tomographie und Röntgenaufnahmen sowie Labortests ermittelt: deutlich veränderte Gensequenzen, leistungsfähigerer Blutkreislauf, deutlich vorgezogener Oberkiefer, stark entwickelter Unterkiefer, Allesfressergebiß mit 44 Zähnen, die sich laufend erneuern, Steißbein als innen deutlich ausgepräger Schwanzansatz, Großhirn mit etwa 20% weniger Windungen, Netzhaut weist leichte Reflektionen wie bei Katzen auf, deutlich mehr S/W-Rezeptoren, geschätzt etwa 70% besseres Nachtsichtvermögen, Antikörper gegen zahlreiche Infektionskrankheiten, z.B. TBC, Pocken, Lungenpest

Äußere Merkmale: Zwergwuchs, stark entwickelte Fingernägel, dunkel-olivgrüne Hautfarbe wie bei einigen mediterranen Typen, spitzes Kinn, deutlich größere, leicht zugespitzte Ohren mit ansatzweise entwickelter Muskulatur, dichtes, wirres schwarzes Haupthaar, sonst kaum Körperbehaarung, stark entwickelte Nase, großer Mund mit sehr gut entwickelten, an Affen ähnelnden Lippen

P. hat inzwischen die Eigenart des Kleidertragens angenommen (er neigt zum Nachäffen) und trägt einen GCW-Trainingsanzug, der ihm viel zu groß ist. Bei zukünftigen Untersuchungen rate ich zu Vorsicht, denn beim Versuch, ihn zu entkleiden, haben meine Assistenten und ich schmerzhafte Bisse in den Arm hinnehmen müssen, die sich schnell entzündeten.

Wrestling Stil: Es wird dringend davon abgeraten, P. als Wrestler einzusetzen, da seine Zurechnungsfähigkeit bezweifelt werden muß. P. neigt zu Gewalttätigkeit und zeigt dabei tierisches Kampfverhalten, setzt ohne Bedenken all seine körperlichen Waffen ein. Auf sein Gebiß wurde schon hingewiesen, auch mit seinen krallenartigen Finger- und Fußnägeln kann er unangenehme Wunden verursachen. Seine Beweglichkeit und Schnelligkeit sind bemerkenswert, ebenso sein hervorragender Gleichgewichtssinn. Sicher wäre P. in der Lage, wie einige Affenarten weite Strecken durch Baumwipfel zurücklegen, wie er auch auf dem Top Rope schon bewiesen hat. Mit Sicherheit ist P. in der Lage, auch erfahrenen Wrestlern schwere Verletzungen herbeizuführen und wird dies auch früher oder später tun, da das Konzept von Regeln ihm bisher nicht begreiflich zu machen war!!!

Finishing Move: P. hat sich beim Training eine eingesprungene Headscissor angeeignet, die seinen instinktiven Verfahrensweisen gegen große Gegner nahezukommen scheint, denn nachdem er sich auf dem Rücken des Gegners befindet, beginnt er dessen Kopf zu attackieren, wie es Katzen manchmal mit großen Hunden tun.

Finisher Beschreibung: P. erklärt dieses Manöver zu einem, ich zitiere seine ungenaue Artikulation: " ´Ead Crash´ ". Er scheint in den USA einiges an Englisch aufgeschnappt zu haben.

Lieblingsmoves: High Flying Moves scheinen P. sehr zu liegen, er neigt ansonsten stark zum Kratzen, Beißen, Treten. Seine Ausweichmanöver sind bemerkenswert. Ich habe P. selbst dabei beobachtet, wie er große und starke Gegner ausmanövrierte, indem er zwischen ihren Beinen durchtauchte, oder sogar sie ansprang, um an ihnen wieselflink hochzuklettern und von ihren Schultern zu springen.

Lieblingsmatchart: P. erklärt selbst, daß er sich gerne auf körperliche Auseinandersetzungen jeder Art einläßt. Mit Regeln kan er nichts anfangen, er betrachtet jedes Match als große Rauferei.

Ringverhalten: Mich erinnert Pogos Kampfweise an ein Frettchen. Er greift aggressiv an, zeigt eine unermüdliche Energie, um seine Gegner immer wieder anzufallen, und scheut auch vor großen Gegnern nicht zurück. P. genießt es, sich in andere Auseinandersetzungen einzumischen und zeigt dabei ausgeprägten Humor, der meist auf Schadenfreude gründet. Sein nachäffendes Verhalten kommt auch dabei wieder zum Tragen. Beispielhaft ist seine Neigung, in unbeobachteten Momenten an Schnürsenkeln zu ziehen.

History: Aufgrund von P.s eigenen Angaben und dem Einsatz einer Detektei, die in den USA für uns ermittelte, scheint P. in früher Kindheit als Sklave in einer Freak Show gehalten worden zu sein. Über noch frühere Ursprünge kann er keine Angaben machen.
(Anmerkung: die amerikanischen Behörden, die aufgrund unserer Angaben gegen den Besitzer der Freak Show ermitteln, konnten den derzeitigen Aufenthalt der Show und ihres Besitzers nicht feststellen. Das FBI stieß nur auf eine Reihe merkwürdiger lokaler Gerüchte, die wegen ihrer geringen Glaubhaftigkeit nicht für voll genommen werden können. Trotzdem bleibt es ein Rätsel, daß dieses Zirkusunternehmen nirgendwo aktenkundig wurde, nicht mal Akteneinträge über die Zuweisung eines Zeltplatzes an nachgewiesenen Gastspielorten wurden gefunden! Und in der Tat erscheinen einige der berichteten Attraktionen sehr merkwürdig.)

Nach P.s Angaben wurde er zu unwürdigen Bedingungen gemeinsam mit einem Hund und einem Schimpansen in einem Käfig gehalten und auf brutale Weise für seine Bühnenauftritte "dressiert". Der Schimpanse scheint auf den Namen "Pongo" gehört zu haben und Pogos Name wurde wohl verballhornend davon abgeleitet.
P. trägt ein schwarzes Lederhalsband mit einer Plakette, auf der der Name "Pongo" eingraviert ist. Er erklärt, dieses Halsband dem  Schimpansen abgenommen zu haben,  nachdem dieser im Käfig gestorben ist. Der Hund, der mit ihm im Käfig dahinvegetierte, wurde kurze Zeit später vom Besitzer der Show erschossen, als er diesen bei der Fütterung anfiel. P. scheint bald nach diesem Ereignis entkommen zu sein.
Wie dieses Zirkusunternehmen nach Deutschland kam, wo Pogo für einige Zeit in der Kanalisation von Berlin lebte, ist unklar, ebenso, wo es abgeblieben ist. Es gibt ein englischsprachiges Plakat der Show, das P. mit sich führte, aber dort sind keine Auftritte in Deutschland angekündigt. Ebenso gibt es keinen Pressebericht über ein amerikanisches oder zumindest englischsprachiges Zirkusunternehmen.

P. hat sich bei der GCW aufgrund eines PLakates beworben, auf dem Nachwuchswrestler geworben werden. Die merkwürdigen Umstände seiner Herkunft konnten erst nach und nach enthüllt werden, als einigen Mitarbeitern (namentlich Herrn Henschel aus der Personalabteilung und Frau Tomaszewski aus der Kantine) das Verhalten P.s auffiel. Die psychologische Wrestlerbetreuung hat daraufhin die Untersuchung eingeleitet, deren Ergebnis hiermit als Kurzdossier für die Chefetage erstellt wird.
Aktenzeichen der vollständigen Untersuchung: Psych99-P-172

Zusammenfassend noch einmal die Einschätzung, daß P. aus unserer Sicht dringend vom Wrestlingbetrieb auszuschließen ist. Während Dr. Guppmann  jedoch die Einweisung in geschlossene Therapie empfiehlt, muß ich dagegen aussprechen, daß P. der antropologischen Forschung zugänglich gemacht werden sollte. Möglicherweise steht uns die Entdeckung bevor, daß auf diesem Planeten eine noch unbekante menschenartige Spezies existiert bzw. sich zumindest in einem Fall entwickelt hat. Die These von Hr. Heckler, P. sei ein Besucher aus einer "anderen Welt", will ich ausschließen.

Überhaupt sollte das Präsidium dringend etwas unternehmen gegen die Wahnvorstellungen, die einige der Mitarbeiter zeigen.

Dr. R. Röpnack, Chefpsychologe
 

Größter Erfolg: -

Größte Niederlage: -

Wichtigstes Match: P. wurde in ein Qualifikationsmatch für die IEWA gebookt, was m.E. nicht verantwortbar ist.

Wichtigste Fehde: -